Gefährdete Nutztierrassen

Mehr Förderung für Pinzgauer und Co.

Züchter von Gelbvieh-Mutterkühen bekommen ab sofort jährlich 50 € je Tier, zudem wurde die Förderung für Gelbvieh-Kühe mit Milchleistungsprüfung um 20 € auf 70 € angehoben. Damit will Landwirtschaftsminister Helmut Brunner einem weiteren Rückgang der Gelbvieh-Rasse entgegenwirken.

Gleichzeitig werde das bestehende Programm – mit Genehmigung durch die EU-Kommission – fortgeführt, teilte das Ministerium weiter mit. Die Förderung zeigt Brunner zufolge auch Erfolg: So habe sich der Bestand der gefährdeten Rinder seit 2009 insgesamt mehr als verdoppelt.

Bayern hatte bereits 1975 als erstes Bundesland mit Erhaltungs- und Fördermaßnahmen begonnen. Mittlerweile werden 17 alte Rassen gefördert: Neben dem Gelbvieh auch Murnau-Werdenfelser Rind, Original Braunvieh, Pinzgauer, Rotes Höhenvieh und Ansbach-Triesdorfer. Auch für das Rottaler und das Leutstettener Pferd sowie Schafrassen wie Coburger Fuchsschaf, Rhön-, Brillen-, Stein-, Berg- oder Waldschaf gibt es staatliche Unterstützung.

Bei Rindern und Pferden gibt es laut Landwirtschaftsministerium bis zu 250 €, bei Schafen sind es bis zu 30 € pro Tier und Jahr. 2016 hatten rund 600 Betriebe insgesamt 620.000 € für rund 12.000 Tiere erhalten.

Interessierte Landwirte erhalten weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen im Förderwegweiser. (mrs)
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