Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen. Sie erreichen nun 954 Mio. € und liegen damit über den Zahlen von 2013 (899 Mio. €) und 2012 (930 Mio. €). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Diese wollte vor allem wissen, wieviel Geld in die Förderung von Biotechnologie geflossen sei: Seit dem Jahr 2000 habe die Bundesregierung die Biotechnologie insgesamt mit etwa 4,26 Mrd. € gefördert.

Forschungsinstitute und Hochschulen erhielten mit rund 75 Prozent den größten Anteil der Projektfördermittel. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bekämen 18 Prozent der Fördermittel, Großunternehmen fünf Prozent, sonstige 2 Prozent, antwortete die Bundesregierung.

Etwa 45 Prozent der Projektförderung sei der roten Biotechnologie zuzuordnen, 20 Prozent der weißen Biotechnologie und 17 Prozent der grünen Biotechnologie. Rote Biotechnologie umfasst die Bereiche der Biotechnologie, die medizinische Anwendungen zum Ziel haben. Die weiße Biotechnologie setzt biotechnologische Methoden für industrielle Produktionsverfahren ein, die grüne Biotechnologie befasst sich mit Pflanzen. Die übrigen Projekte müssten als übergreifend betrachtet werden oder seien nicht zuzuordnen, hieß es in der Antwort.

Die Linksfraktion wies darauf hin, dass bei der direkten staatlichen Förderung für Forschung und Entwicklung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt Deutschland bei den Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern auf Platz 16 liege, hinter den USA, Frankreich, Spanien oder auch Brasilien. Das gehe aus der OECD-Studie "Science Technology and Industry Scoreboard" aus dem Jahr 2013 hervor. Vom gesamten nominellen Ausgabenzuwachs für Forschung und Entwicklung im Unternehmenssektor würden 93 Prozent auf das Konto der Großunternehmen entfallen. (az)
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