Ab kommendem Jahr gelten in den Mitgliedstaaten einheitliche Regeln für die EU-Förderung zur Verteilung von Milch, Obst und Gemüse an Schulkinder. Zudem steigt das Budget dafür auf 250 Mio. € pro Jahr, teilt die Berliner Vertretung der EU mit. . EU-weit profitieren insgesamt 30 Millionen Kinder von den EU-Programmen für Schulmilch sowie für Schulobst und –gemüse. Deutschland erhält im Schuljahr 2016/2017 über 30 Mio. € von der EU für die Verteilung von Obst und Gemüse an Schulkinder. Die Teilnahme an beiden Programmen ist für die EU-Staaten freiwillig: am Programm für Obst und Gemüse beteiligen 25 von 28 von EU-Ländern, am Schulmilchprogramm 27.
Die EU finanziert mindestens 75 Prozent der Kosten, der Rest wird von den EU-Ländern übernommen. Heute haben die EU-Landwirtschaftsminister dem Vorschlag der Europäischen Kommission für einen einheitlichen Rahmen für die beiden Programme zugestimmt, das Europäische Parlament hatte bereits grünes Licht gegeben. Er gilt ab August 2017.

„Dies ist eine wichtige Maßnahme, um die Ernährungsgewohnheiten von Kindern nachhaltig zu ändern und in einen gesunderen Lebenswandel zu investieren. Es ist auch eine gute Gelegenheit, die Verbindung zwischen Landwirten und Kindern, ihren Eltern und Lehrern zu stärken. Und nicht zuletzt ist die Erhöhung der Mittel in Zeiten knapper Ressourcen ein wichtiges Signal für Landwirte und Märkte, die unter Druck stehen", sagte Phil Hogan, EU-Landwirtschaftskommissar.

Das EU-Schulmilchprogramm existiert seit 1977, das Programm für Schulobst und -gemüse wurde 2009 ins Leben gerufen. In Deutschland liegt die Umsetzung der Programme bei den Bundesländern. (az)
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