EU-Agrarministerrat

Mehr Infos über Tierschutz


Die Plattform zum Tierschutz wurde von Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Dänemark angeregt. Die Idee fand im EU-Agrarrat große Unterstützung. Lange Tiertransporte, illegaler Welpenhandel oder die Verkürzung von Ferkelschwänzen nannten verschiedene Minister als Brennpunkte beim Thema Tierschutz. Die EU-Mitgliedstaaten sollen sich vor allem über die gute fachliche Praxis verständigen und über die Umsetzung der bestehenden Gesetzgebung.

Vor allem osteuropäische EU-Mitgliedstaaten warnten vor zusätzlichen Auflagen für den Tierschutz, die für Landwirte unzumutbare Kosten mit sich bringen würden, zumal in Krisenzeiten. Eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten forderte zudem die gleichen Tierschutzauflagen für Importe und heimische Erzeugnisse. Die EU sollte sich verstärkte darum bemühen, ihren hohen Standard auch in Handelsabkommen mit Drittstaaten zu verankern, erklärte der französische Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll. Robert Kloss, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, stellte klar, dass die Plattform nicht für neue Rechtsakte und zusätzliche Auflagen gedacht sei. Es müsse aber eine neue europäische Initiative zu Verbesserung des Tierschutzes geben, betonte Kloss. Der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter stellte die Plattform in Frage. Da der Tierschutz und dessen Umsetzung in den EU-Mitgliedstaaten schon bisher in Arbeitsgruppen des Ministerrates und der EU-Kommission besprochen werde, sei ein neues Gremium überflüssig, erklärte Rupprechter. (Mö)   
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