Agrarministerkonferenz

Mehr Mitsprache für Landwirte


Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr Vorsitzland der AMK und hat sich einiges für die Frühjahrstagung vorgenommen. Rund 54 Tagesordnungspunkte liegen den Amtschefs und Agrarministern der Länder zur Beschlussfassung vor.  Auf der Agenda der Konferenz steht auch die existenzbedrohende Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Stellvertretend für die Bauernverbände bekräftigte im Vorfeld Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl gegenüber den deutschen Agrarministern seine Forderungen nach schnellen, wirksamen Hilfen für die Bauernfamilien, um die drohende Wirtschaftskrise in der Landwirtschaft abzuwenden. Die Zukunft vieler Betriebe und Arbeitsplätze, auch im vor- und nachgelagerten Bereich, steht auf dem Spiel, so Heidl.

Auch Till Backhaus, Agrarminister in Mecklenburg-Vorpommern will, dass am Ende der Tagungen konkrete Lösungen beschlossen werden. Er setzt auf eine Änderung des Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung für Milch. Landwirte sollen künftig mehr Mitspracherecht bekommen, wenn es um die Preisverhandlungen von Milch mit den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel geht.

Weitere wichtige Themen der AMK sind die anstehende Novellierung der Düngeverordnung und des Düngerechts, die Verhandlungspositions Deutschland zu anstehenden Abstimmung über eine weitere Zulassung von Glyphosat. Ferner beschäftgit die Agrarminister der Länder die Integration von Migranten im ländlichen Raum. Einige Länder stellen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration vor und dem bundeseinheitlichen Tierwohlprogramm.

Das Gelände vor dem Schloss Fleesensee bietet ausreichend Platz für Demonstrationen von Landwirten, die sich für Mittwoch und Donnerstag angekündigt haben. (da)
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