Die Europäische Kommission führte im Jahr 2009 die Liste der Substitutionskandidaten bei den Pflanzenschutzmittelwirkstoffen ein. Dabei geht es um Wirkstoffe, die zwar alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen, aber bestimmte ungünstigere Eigenschaften in Hinsicht auf die Gesundheit und die Umwelt aufweisen. Deshalb werden sie als „zu ersetzende Wirkstoffe“ angesehen. Diese dürfen nur zur Anwendung zugelassen werden, wenn es keine wirtschaftlichen und praktikablen Alternativen gibt, die deutlich sicherer für Mensch und Umwelt sind.

Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen bestätigt, wurden 2015 insgesamt 6.677 t an CFS-Wirkstoffen in Deutschland vermarktet. Das waren gut 2 Prozent mehr als 2014. Im Vergleich zum durchschnittlichen Absatz in den Jahren 2009 bis 2011 wurden 2015 davon 16,5 Prozent mehr verkauft.

Im Export wurden nach den Angaben der Bundesregierung im Jahr 2015 an CFS-Wirkstoffen 9.675 t verkauft, was gemessen am allerdings sehr „schwachen“ Vorjahr eine Steigerung um 29,3 Prozent bedeutete. Gegenüber dem Durchschnitt von 2009 bis 2011 errechnet sich dagegen eine Abnahme der betreffenden Ausfuhren um 38,3 Prozent.

Gemessen an den gesamten Exporten von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen belief sich der Anteil der CFS-Wirkstoffe 2015 auf 15,7 Prozent. Beim Inlandsabsatz betrug der Anteil 19,2 Prozent. (az)


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