Antibiotikarückstände

Mehr Reizthema als nötig


Von Januar 2014 bis Mitte Dezember 2015 wurden im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) rund 8.000 Lebensmittelproben auf Antibiotikarückstände untersucht, so der mecklenburgische Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Die Ergebnisse zeigten, dass in den meisten Fälle keine Antibiotikarückstände gefunden wurden (siehe Übersicht).

Antibiotika dürfen bei Nutztieren, die ja schließlich zu Lebensmitteln verarbeitet werden, nur nach Verschreibung durch den Tierarzt gezielt verwendet werden, so teilt es das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit. Für Lebensmittel gilt außerdem, dass sie nur in den Handel gelangen dürfen, wenn sie die Gesundheit der Verbaucher nicht gefährden. Nach einer Behandlung von Nutztieren gelten daher Wartezeiten, nach denen die Tiere keine gesundheitsgefährdeneden Rückstände aufweisen.
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Die Untersuchung von Lebensmitteln auf Tierarzneimittelrückstände ist in verschiedenen Programmen, wie der bakteriologischen Fleischuntersuchung, dem Rückstandskontrollplan oder Landesprogrammen verankert, teilt Backhaus mit. Die meisten Proben würden auf Antibiotika geprüft. Die Probennahme erfolge häufig in den Schlachtbetrieben. Hier ginge es dann darum, festzustellen, ob Wartezeiten bei den geschlachteten Tieren eingehalten wurden und die gesetzlichen Höchstmengen zugelassener Präparate nicht überschritten sind. Außerdem werde auf Wirkstoffe geprüft, die keine Zulassung in der Tiermedizin haben. Diese Proben werden darüber hinaus sowohl in den Tierhaltungsbetrieben als auch auf der Einzelhandelsstufe entnommen. (has)
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