Spritzfenster zum Anschauen
Die Landwirte legen auf einem Feld-Abschnitt, möglichst nahe einem gut frequentierten Weg, ein Spritzfenster an und stellen hier eine Schautafel auf. Der Rest des Feldes wird nach guter fachlicher Praxis behandelt. Vorbei kommenden Fußgängern und Radfahrern soll so gezeigt werden, was passiert, wenn keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die Aktion ist im vergangenen Jahr das erste Mal durchgeführt worden. Das großformatige Wegeschild ist für Landwirte kostenfrei, es ist allerdings 2016 bereits vergriffen.
Auch dieses Jahr werden Spaziergänger und Radfahrer wieder quer durch Deutschland auf die Aktion „Schau ins Feld!“ stoßen. Nachdem im vergangenen Jahr rund 200 Landwirte bei der erstmaligen Aktion der Initiative „Die Pflanzenschützer“ bundesweit 300 Schaufenster auf ihren Feldern anlegten, verdoppeln über 300 Teilnehmer in dieser Saison die Anzahl der unbehandelten Flächen. „Damit setzen sie ein deutliches Zeichen für den Nutzen, den Pflanzenschutzmittel für eine produktive Landwirtschaft, für ausreichende Ernten und sichere Lebensmittel haben" freut sich der Schirmherr der Aktion, der Industrieverband Agrar.

Die Schaufenster sind über ganz Deutschland verteilt. Spitzenreiter in diesem Jahr sind Landwirte im Bundesland Schleswig-Holstein, die dort 110 Schautafeln aufstellen, gefolgt von bayerische Landwirten mit insgesamt 109 Schildern. Die von den Landwirten für die Aktion angemeldeten Kulturen bilden dabei auch die Vielfalt der deutschen Landwirtschaft ab – von großen Ackerkulturen wie Weizen, Gerste, Mais, Raps über Zuckerrüben und Kartoffeln bis hin zu Sonnenblumen, Zwiebeln oder auch Wein – überall werden sich Fußgänger und Radfahrer ein Bild davon machen können, was zum Ernten übrig bleibt, wenn keine Pflanzenschutz-Maßnahmen vorgenommen werden. (SB)

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