Volksbegehren

Mehr Tierwohl in Brandenburg

Nachdem der Landtag in Potsdam dem Volksbegehren gegen Massentierhaltung im Frühjahr zugestimmt hatte, geht es nun darum, einen Tierschutzplan für Brandenburg zu erstellen. Dazu hat das Landwirtschaftsministerium Brandenburg eine Ausschreibung durchgeführt. Nach Informationen von agrarzeitung.de bekam die Projektgruppe LVAT im Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) den Zuschlag.

Die Auftaktveranstaltung zum Projektstart findet am 19. Dezember in Groß Kreutz statt. Landwirte, Veterinäre, Politiker sowie das Agrarbündnis Agrarwende Berlin Brandenburg als Initiatoren des Volksbegehrens wollen ihre Anforderungen an den Tierschutzplan darlegen. Vertreter der Gruppen arbeiten künftig eng mit dem Projektträger LVAT zusammen. Ende 2017 soll der Plan stehen.

„Wir werden uns stark am Vorbild der Tierschutzpläne in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern orientieren, sagte ein Vertreter der SPD-Landtagsfraktion in Potsdam gegenüber agrarzeitung. de. Hier gelten länderspezifische Standards für Stallbauten- und Anlagen sowie Auflagen zum Tierwohl. Ein Verbandsklagerecht ist in Brandenburg nicht vorgesehen. Am heutigen Dienstagabend findet in Potsdam ein Empfang der SPD-Fraktion mit Vertretern der Agrarbranche statt. Ministerpräsident Dietmar Woidke wird dort ein Statement zum Tierschutzplan geben. (da)
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