Ökostrom

Mehr Wettbewerb am Markt

Eine entsprechende Änderung der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat das Bundeskabinett heute beschlossen. In einem Pilotverfahren werden die Ausschreibungen zunächst auf Strom aus Fotovoltaik-Anlagen begrenzt, danach erst soll das Verfahren für andere regenerative Energieträger geöffnet werden. Wer Ökostrom am günstigsten aus Fotovoltaik-Freiflächenanlagen liefert, soll den Zuschlag erhalten.

Bislang wird die Vergütung je Kilowattstunde (kWh) Strom nach dem EEG staatlich festgesetzt. Durch die Ausschreibungen will die Bundesregierung sicherstellen, dass Anbieter nur den Fördersatz erhalten, den sie für den wirtschaftlichen Betrieb ihrer Anlagen benötigen. Zugleich soll der weitere Ausbau von Ökostrom kostengünstiger erfolgen.

Der jährliche Zubau von Fotovoltaik-Freiflächenanlagen soll im Durchschnitt um rund 400 Megawatt gesteigert werden, teilt die Bundesregierung weiter mit. Die erste Ausschreibungsrunde werde die Bundesnetzagentur bereits im Februar 2015 starten. Erste Gebote können bis zum 15. April eingereicht werden.

Die Bundesregierung sieht keine Probleme der Flächenkonkurrenzen: In diesem Jahr seien nur Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen, auf versiegelten Flächen und an Seitenrandstreifen von Autobahnen und Schienenwegen förderfähig. 2016 und 2017 allerdings kämen Ackerflächen in sogenannten benachteiligten Gebieten – etwa mit schwacher Ertragslage – hinzu.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) bekräftigte anlässlich des heutigen Kabinettsbeschlusses seine Forderung, die Förderung des Ausbaus von Fotovoltaik grundsätzlich auf versiegelte Flächen, Konversions- und Dachflächen zu beschränken. Nur so könnten die Ziele der Energiewende mit einem effektiven Schutz der landwirtschaftlichen Flächen vereinbart werden. (pio)
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