Landfrauentag in Erfurt

Merkel ermuntert zu mehr Radau


Für die Landfrauen ist Kanzlerin Merkel am Mittwoch nach Erfurt gereist. Dort fand der Deutsche Landfrauentag statt. In ihrer Rede würdigte sie die Arbeit der Landfrauen: "Wir wissen genau, was sie auf dem Land und für unser Land leisten. Das können wir gar nicht hoch genug schätzen." Außerdem wies sie darauf hin, dass mit der Erziehungszeit für Väter, die Hochachtung für das, was Frauen in der Kindererziehung leisten, eher gestiegen sei. Anschließend fragte Merkel, warum man dieses schöne Erlebnis Vätern erst bei den Enkeln zukommen lassen solle? Es könne ja auch bei den eigenen Kindern schon gut funktionieren. Auch wenn der geteilte Aufgabenbereich Männer traurig stimmen könnte, weil sie beispielsweise das Essen nicht direkt auf den Tisch gestellt bekommen, wenn sie unterwegs waren. Am Ende betonte Merkel ihre Überzeugung, dass die Landfrauen ihre Forderungen ruhig scharf formulieren sollten. Sie müssten sich Gehör verschaffen, sonst höre niemand hin. Sie könne zwar nicht versprechen, dass alles umgesetzt werde, dennoch sei die Stimme der Landfrauen wichtig. Nur so könnten Prozesse ins Rollen geraten. (has)
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