Im Gegensatz zu ihrem Stellvertreter hält Angela Merkel hält das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) noch nicht für gescheitert. „Noch sind die Verhandlungen nicht zu Ende", erklärte am Montag Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen der Kanzlerin. „Es ist schon oft in Gesprächen durchaus in der letzten Runde erst das Entscheidende passiert."

Die vielen Gegner des Abkommens dürfte ein Scheitern freuen.
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Die vielen Gegner des Abkommens dürfte ein Scheitern freuen.
„Nach meiner Einschätzung sind die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP de facto gescheitert", hatte Sigmar Gabriel dagegen am Sonntag auf der Bundespressekonferenz, die anlässlich des Tags der offenen Türen im Berliner Regierungsviertel stattfand. Auf Fragen aus der Bevölkerung zu TTIP führte Gabriel aus, es hätte bisher 14 Verhandlungsrunden zwischen den USA und der EU gegeben. Zu keinem der 27 Punkte sei es zu einem Beschluss gekommen.

Dass die USA und die EU in vielen Fragen noch weit auseinanderliegen, bestätigte auch der Regierungssprecher. Nach Merkels Erfahrung habe es aber kaum je Verhandlungen gegeben, bei denen die entscheidenden Kompromisse schon Monate vor Abschluss möglich gewesen seien. „Es ist richtig, weiter zu verhandeln", so die Kanzlerin. (SB/da)
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