Milchkrise

Merkel schaltet sich ein


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Landwirten angesichts niedriger Milch- und Fleischpreise Unterstützung zugesichert. Es gehe nicht an, dass die Bauern für alle Verwerfungen auf dem Agrarmarkt aufkommen müssten, zitieren Medien Merkel nach einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dem Vernehmen nach soll in den kommenden zwei Wochen ein Hilfsprogramm mit einem Volumen von "100 Millionen Euro plus X" angestoßen werden. Es sei ein ganzes Maßnahmenbündel zur Unterstützung von Milch- und Fleischproduzenten im Gespräch.

So ist nach diesen Angaben im Gespräch, dass sich die Branche der deutschen Milchbauern eine Art Selbstbeschränkung auferlegen könnte. Ein knapperes Angebot könne zu einer Preiserhöhung führen, ist die Hoffnung. Dabei müsse allerdings auch die Produktion in Nachbarländern wie den Niederlanden berücksichtigt werden. Zudem wird den Angaben zufolge über Liquiditätshilfen für Landwirte nachgedacht, mit denen etwa laufende Kredite überbrückt werden könnten. Zur Entlastung bei der Unfallversicherung könne es staatliche Zuschüsse geben. Auch steuerliche Hilfen seien denkbar.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat noch für Mai einen Milchgipfel angekündigt. Hier wolle er alle Beteiligten an einen Tisch holen. (da)
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