Raps auf Rügen.
-- , Foto: da
Raps auf Rügen.

Am Dienstag kam Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Wahlkreis in Klausdorf zu Besuch und machte im Gespräch deutlich, dass der Bau der Pipeline nicht beginnen kann, bevor die Ausgleichsmaßnahmen geklärt sind. Sowohl Merkel als auch der Kreistag Rügen sichern den Landwirten Unterstützung zu. Am Donnerstag befasst sich der Agrarausschuss des Landtages in Schwerin mit dem Thema.

Im März hatte die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern Bodeneigentümer auf Rügen angeschrieben und auf die geplante Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen für Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen der Erdgasleitung hingewiesen. Für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist die Inanspruchnahme von über 1.000 ha Ackerflächen mit bis zu 58 Bodenpunkten angedacht. Hier sollen naturnahe Wiesen, Weiden und Wälder entstehen. „Der Bauernverband lehnt diese Maßnahmen, die ohne Einbeziehung der Flächeneigentümer und –nutzer entwickelt wurde, in Gänze ab“, erklärt Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg Vorpommern.

Kurreck ist nach eigenen Worten unklar, warum vorhandene Ökokonten, Entsiegelungen oder ähnliche flächenneutrale Maßnahmen von der Naturschutzverwaltung nicht akzeptiert werden. Er verweist auf das Bundesnaturschutzgesetz, welches darauf hinweist, dass für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeigneter Böden nur im notwendigen Umfang in Anspruch zu nehmen sind. (da)
stats