Schlachtung trächtiger Rinder

Meyer droht mit Blockade

Für Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) beinhaltet der Gesetzentwurf zum Schlachtverbot trächtiger Rinder zu viele Ausnahmen. „Bundesminister Schmidt macht mit seinem Gesetzesentwurf eine Hintertür auf, die für erhebliches Tierleid in Schlachthöfen sorgen könnte. Das geht nicht“, sagte Meyer der Neuen Osnabrücker Zeitung. Neben den Ausnahmen für trächtige Rinder kritisiert Meyer auch, dass Ziegen und Schafe gänzlich ausgeklammert werden.

Der Grüne will das Gesetz von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) deshalb im Bundesrat stoppen. Der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz fordert „ein Schlachtverbot ohne Wenn und Aber für trächtige Rinder, Schafe und Ziegen“. Deshalb soll der Bundesrat den Vermittlungsausschuss anrufen, um dort Änderungen am Entwurf zu erreichen. Der Bundestag hatte dem Gesetz vor einigen Tagen mit den Stimmen von Union, SPD und Linken zugestimmt.

Meyer verwies darauf, dass es in einigen Bundesländern wie Niedersachsen Selbstverpflichtungen der Branche gebe, die weitergingen als der Gesetzesentwurf aus Berlin. „Das zeigt doch, dass es geht“, so der Minister. Es sei vollkommen unverständlich, warum der Bundesminister dahinter zurückfällt. (SB)
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