Weil die Milchquote ausläuft, werden seiner Einschätzung nach sehr große Milchviehbetriebe mit häufig 1.000 bis 2.000 Tieren entstehen, so Meyer. Es sei klar, „dass für einen 1.000er Betrieb 10 andere mit jeweils 100 Tieren aufgeben müssen", so befürchtet der grüne Minister. Gemeinsam mit Agrarministern seiner Partei in anderen Bundesländern werde er sich für ein Nachfolgesystem der Milchquote einsetzen. Dieses solle über eine gezielte Steuerung der von den Betrieben angelieferten Milchmengen die Preise für die Erzeuger sichern. Ein Weg dazu sei beispielsweise ein Bonus-Malus System, welches Lieferanten großer Milchmengen im Fall einer Preisschwäche mit besonderen Abgaben belaste. Ein derartiges System werde auch auf der europäischen Ebene diskutiert, sagte Meyer in dem Interview. (jst)

    
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