EU-Agrarrat

Milch bleibt Ministerthema


Der französische Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll hat bereits eine eindeutige Stellungnahme zu Gunsten der Milcherzeuger auf dem EU-Agrarrat am kommenden Montag in Brüssel angekündigt. Grund für die Unterstützungszusage sind die gefallenen Milchpreise und der Wegfall der Quote.
 
Die agrarpolitisch liberalen EU-Mitgliedstaaten lehnen dagegen zusätzliche Markteingriffe ab. Auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan ist bisher gegen weitere Stützmaßnahmen. Er wird aber im Rat in der kommenden Woche unter Druck gesetzt werden.

Zur Überarbeitung der EU-Ökoverordnung wird die italienische Ratspräsidentschaft einen Fortschrittbericht abgeben. Eine gemeinsame Position zur EU-Ökoverordnung wollen die EU-Mitgliedstaaten erst in den kommenden Monaten liefern. Sie betonen aber jetzt schon, dass sie auf Grundlage des bisherigen Kommissionsvorschlags weiterarbeiten möchten.

Fortschrittsberichte werden auch zu den Junglandwirten, den Schulobst und Schulmilchprogrammen sowie zur Pflanzengesundheit erwartet. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wollen die Niederlande, Dänemark und Deutschland eine Initiative zum Tierwohl vorstellen. An konkreten Entscheidungen stehen auf dem Ministerrat Fangquoten für einige Fischarten an. Wegen eines Generalstreiks in Belgien am Montag müssen die Minister bereits Sonntagabend anreisen. (Mö)
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