Erzeugerorganisationen

Milchbauern sollen gemeinsam kämpfen


Ohne passende Rahmenbedingungen werde es für Erzeuger keinen fairen Milchpreis geben, betonen die Organisationen Association des producteurs de lait indépendants (APLI), Organisation des producteurs de lait (OPL), Bundesverband deutscher Milchviehhalter, Deutschland (BDM) und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in einer gemeinsamen Erklärung. Daher kämpfe man gemeinsam für die Einführung eines Systems zum Krisenmanagement, das bei heranziehenden Krisen in der Lage ist, frühzeitig und präventiv wieder ein Marktgleichgewicht herzustellen. „Wir schätzen jeweils den Mut und die Kraft, die unsere Kollegen im anderen Land aufbringen, so dass sie sich und uns in kleinen, aber wichtige Schritten voranbringen“, erklären die vier Verbände.

Es habe schon viele Versuche gegeben, die europäischen Bauern gegeneinander aufzubringen und so von dem eigentlichen Problem abzulenken. So sei es auch bei aktuellen Aktionen in der französisch-deutschen Grenzregion. Die vier Organisationen begrüßen die Aktionen ausdrücklich, distanzieren sich aber davon, die Schuld für die aktuellen Probleme Erzeugern anderer Länder zuzuweisen. Die Organisationen betonen, sich weiter gegenseitig unterstützen zu wollen. Ihre Kollegen in Europa rufen sie auf, sich an dem Kampf zu beteiligen. „All jenen, die die Milcherzeuger dabei gegeneinander aufbringen möchten, erteilen wir eine deutliche Absage“, erklären die Verbände.

Schmidt telefoniert mit Le Foll

Agrarminister Christian Schmidt suchte heute das Gespräch mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Le Foll. Er habe ihn wiederholt darauf hingewiesen, dass er davon ausgehe, dass die Regeln des EU-Binnenmarktes eingehalten werden, ließ Schmidt mitteilen. Le Foll habe ihm in dem Telefonat zugesichert, wegen der Protestaktionen der französischen Bauern an Grenzübergängen zu Deutschland erneut das Gespräch mit den französischen Bauern zu suchen. Beide Minister wollen sich vor dem Rat der EU-Agrarminister am 7. September über die Situation auf dem europäischen Agrarmarkt weiter auszutauschen. (az)



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