Neuseeländische Landwirte haben an die Regierung ihres Landes appelliert, am Abschluss der so genannten Transpazifischen Partnerschaft (TPP) festzuhalten. Die Handelsminister der beteiligten Länder haben in den vergangenen Tagen auf Hawaii über das Abkommen verhandelt, sie gingen aber am Wochenende ohne Ergebnis auseinander. Vor allem die Milchproduzenten in Neuseeland erhoffen sich vom gegenseitigen Zollabbau eine Verbesserung ihrer Exportchancen, berichtet Dow Jones News. TPP umfasst zwölf Länder und repräsentiert rund 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die wichtigsten Mitglieder sind die USA, Neuseeland, Japan und Kanada.

Andrew Hoggard, Vorsitzender der Milchsparte des Produzentenverbandes Federated Farmers, betonte, dass ein Handelsabkommen auf jeden Fall auch Milchprodukte berücksichtigen müsse. „Eines ist klar: Molkereierzeugnisse sind unsere wichtigsten Exportprodukte. Sie nicht mit einzubeziehen wäre so, als würde Japan ohne die Automatisierungstechnik ein Handelsabkommen abschließen", argumentierte Hoggard.

Der Freihandel sei dabei der entscheidende Verhandlungspunkt, betonte William Rolleston, Präsident von Federated Farmers. Es gehe darum, „dass die Produzenten oder Anbieter von Dienstleistungen das bekommen, was sie verdienen - egal in welcher Branche". Dies betreffe nicht nur Molkereiprodukte, sondern auch neuseeländisches Rind- oder Lammfleisch. (az)
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