EEG

Milchindustrie kritisiert Rabattregelung


Die Pläne zum EEG gefährden das Milchgeld in den ländlichen Räumen, heißt es in einer Stellungnahme des Milchindustrieverbandes (MIV), Berlin, zum jetzt vorgestellten Entwurf des EEG. Die deutsche Milchindustrie sei sowohl exportstark als auch exportabhängig.

Etwa 50 Prozent ihrer Produkte verkaufe sie in Länder, die keiner EEG-Umlage unterliegen. Dort herrsche ein harter Wettbewerb mit ausländischen Milchverarbeitern.

Produktion und Verarbeitung von Milch seien sehr energieintensiv, so der MIV. Milch müsse gekühlt, erhitzt, getrocknet oder nach der Verarbeitung eingefroren werden. Nach den Auszahlungspreisen für die Erzeuger sei Energie der größte Kostenfaktor. Nur wenn die exportstarken deutschen Molkereien von der EEG-Umlage befreit bleiben, könnten diese im Wettbewerb bestehen.

Dagegen würde jede Erhöhung der Energiekosten unmittelbar auch Wirkung auf den Rohmilchpreis für deutsche Milcherzeuger haben, heißt es. National entstehende Kosten und Abgaben könnten nicht auf den Preis in Märkten abgewälzt werden, in denen der Wettbewerb nicht der EEG-Umlage unterliege.

Der Vorsitzende des MIV, Dr. Karl-Heinz Engel, habe sich deshalb bereits früh an Bundesminister Sigmar Gabriel und den zuständigen EU-Kommissar Almunia gewandt und die Verlängerung der EEG-Rabatte eingefordert. (jst)
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