Friesland Campina

Milchmenge wird eingefroren

Der Agrarsektor in den Niederlanden muss die Phosphatemissionen deutlich reduzieren. Auch der Milchsektor soll dazu einen Beitrag leisten. Um dabei zu helfen die Ziele zur Einhaltung der europäischen Phosphatrichtlinie zu erreichen, hat der Mitgliederrat von Friesland Campina einem vorübergehenden Einfrieren der Milchanlieferung zugestimmt.

Die Mitglieder der Genossenschaft dürfen ab dem 9. Januar 2017 nicht mehr Milch liefern als im Vorjahr. Einen gewissen Spielraum wird dem Betrieben dabei eingeräumt, denn sie können aus drei Referenzzeiträumen wählen. (20. August bis 17. September, 1. Januar bis 31. März oder 13. November bis 12. Dezember 2016).

Für zu viel gelieferte Milch werden nur 10 Prozent des monatlichen Garantiepreises bezahlt. Erzeuger, die die maximal zulässige Liefermenge unterschreiten, erhalten dagegen einen Zuschlag. Dieser soll aus dem einbehaltenen Preis der Überlieferungen finanziert werden.

Die beschlossenen Maßnahmen sollen nur so lange gelten bis der für den gesamten Milchsektor ausgehandelte Phosphatplan offiziell in Kraft tritt. Erwartet wird, dass die Regelungen zum 1. März 2017 gelten werden. Der Plan sieht unter anderem Prämien für eine Abstockung des Milchviehbestandes um 200.000 Tiere vor. (SB)
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