Agrarminister

Milchpulver alternativ verwerten

"Thüringen hat gemeinsam mit anderen Ländern zum Ausdruck gebracht, dass die Milchkrise trotz der zur Zeit auskömmlichen Milchpreise nicht beendet ist“, sagte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller zum Abschluss der Agrarministerkonferenz (AMK) in Lüneburg. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Diskussion um das eingelagerte Milchpulver. Die AMK hat den Bund aufgefordert, sich für eine marktunschädliche Auflösung der Bestände einzusetzen.

Das Milchpulver war eingelagert worden, um den übersättigten Milchmarkt zu entlasten und die Milchpreise zu stabilisieren. Der Bund soll nun marktunschädliche, alternative Verwertungsmöglichkeiten prüfen. Die Agrarministerkonferenz hat außerdem zur Kenntnis genommen, dass die Aufträge an den Bund aus den letzten Beratungen weitgehend umgesetzt wurden. Das betrifft insbesondere die Milchsonderbeihilfe und den Einsatz bei der EU-Kommission für die Anpassung der gemeinsamen Marktordnung. „Die Milchkrise ist jedoch noch nicht vorbei. Es bedarf weiterer Anstrengungen. Deswegen habe für den 23. Oktober 2017 wesentliche Akteure, Erzeuger, Verarbeiter und Verbände zum zweiten Fachgespräch Milch in den Thüringer Landtag eingeladen“, sagte Birgit Keller. (da)
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