EU-Agrarrat

Milchüberschüsse machen Sorgen


Die Milcherzeugung sei in der EU um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen, warnte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Dies werde bei schlechteren Absatzmöglichkeiten unweigerlich zu einem Preisrückgang führen. Deshalb hätten es Landwirte selbst in der Hand, nicht mehr Milch zu erzeugen, als ihre Quoten erlauben. Eine Verminderung der Strafabgaben schließt die Kommission aus. Sie wurde auf dem EU-Agrarministerrat in Brüssel von Österreich noch einmal angesprochen. Dafür will die EU-Kommission eine Zahlung der Strafabgaben auf Raten prüfen, wie von Polen gefordert. Es müsse allerdings sichergestellt werden, dass sich die Ratenzahlung mit dem Wettbewerbsrecht für staatliche Beihilfen vereinbaren lasse, betonte Hogan.

Einige EU-Mitgliedstaaten forderten höhere Interventionspreise für Butter und Magermilchpulver. Die Intervention soll zudem nach ihrer Auffassung zukünftig Gewinnmargen für die Erzeuger absichern, um steigende Betriebskosten aufzufangen. Diese Idee findet aber keine Mehrheit im Ministerrat. Hogan hält das existierende Instrumentarium zur Stützung der Milchpreise für ausreichend und will es einsetzen, falls notwendig. (Mö)
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