Eine niedrigpathogene Form der Geflügelpest ist bei einem konventionellen Putenbestand mit rund 23.500 Tieren ohne Freilandhaltung im Landkreis Cuxhaven festgestellt worden, meldet das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Allerdings sei die Variante H7 für die Tiere deutlich weniger gefährlich und nicht mit den Ausbrüchen in den Landkreisen Cloppenburg und Emsland im letzten Jahr mit dem H5N8-Virus zu verwechseln. Der Bestand wurde bereits gesperrt, und die Tiere sollen tierschutzgerecht getötet werden.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme soll ein Sperrgebiet von 1 Kilometer Umkreis um den betroffenen Betrieb dienen. In diesem Sperrgebiet befinden sich acht Kleinstgeflügelhaltungen, die 62 Hühner, 112 Enten und 25 Gänse gemeldet haben. Geflügel darf nicht verbracht werden. Gibt es 21 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Betriebes keinen neuen Fall, kann das Sperrgebiet wieder aufgehoben werden.

Im aktuellen Fall hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) das Ergebnis der positiven Beprobung auf H7 übermittelt. Die Proben wurden zur Bestätigung und weiteren Differenzierung des Subtyps an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, weitergeleitet. Die niedrigpathogene Variante tauchte zuletzt 2013 in Niedersachsen auf. (az)
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