Grünen-Plan

Milliarden gegen die Massentierhaltung

Kurz vor Beginn des Deutschen Bauerntages am Mittwoch bekräftigen die Grünen ihre Forderung nach einem „Ausstieg aus der Massentierhaltung“. Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckardt und Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer stellten dazu einen Sechs-Punkte-Plan vor. In Deutschland sollen nach dem Willen der Grünen 1 Mrd. € Agrarsubventionen umgeschichtet werden.

Dieser Plan sei ein Angebot an den Bauerntag und „eine Roadmap für den Richtungswechsel in der Agrarpolitik“, so die beiden Politiker. Als wesentliche Wegmarken nannte Meyer neben Tierwohl, Wasserschutz und Stärkung des Ökolandbaus sowie strengeren Kontrollen eine „verbindliche Tierhaltungskennzeichnung“ nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung von „0“ für Bio bis „3“ für konventionelle Stallhaltung.

Einen solchen Umbau gebe es aber nicht zum Nulltarif. Unabdingbar sei daher eine Umverteilung der Agrarsubventionen aus Brüssel. Von jährlich insgesamt rund 50 Mrd. € erhalte Deutschland rund 6,3 Mrd. €. Die bisherigen flächenbezogenen Zahlungen bezeichnet Meyer als „verstaubte Modelle, die niemals zu einer ressourcenschonenden Landwirtschaft führen werden.“ Die Agrarpolitik müsse mehr als bisher die Leistung der Landwirte honorieren, die auf „Klasse statt Masse“ setzen. (SB)

Gemeinsam für eine Zukunftsfähige Tierhaltung.pdf
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