Pflanzenzucht

Millionen für das Weizengenom

Für die Erforschung des Weizengenoms investiert das BMEL 1,5 Mio. €. Der Zuwendungsbescheid wurde am Mittwoch bei dem erstmals in Berlin stattfindenden "Thementag Weizen" übergeben.

Züchter sind besorgt darüber, dass in den zurückliegenden Jahren der Fortschritt in der Ertragsleistung des Weizens im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen nur noch sehr gering ausgefallen ist, hieß es auf dem Thementag. Dabei sei eine weitere Steigerung der Weizenerträge in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Begegnet werden müsse einer steigenden Nachfrage auf der Welt und Ertragsriskien durch Klimaveränderungen. Es habe sich gezeigt, dass auch in Deutschland und Europa ein Trend zu Trockenheitsphasen im Frühsommer bestehe. Dies habe in den betroffenen Regionen bereits zu deutlichen Ertragsrückgängen geführt.

Für neue Züchtingsansätze müsse die Forschung die genetische  Ausstattung des Weizens untersuchen und gegebenefalls beeinflussen. Von der Entschlüsselung des hochkomplexen Brotweizengenoms erhoffen sich die an der Forschung beteiligten Institute eine Grundlage für innovative Züchtungsansätze. So könnten mit Neuzüchtungen die Toleranz und Resistenz der Pflanzen verbessert werden.

Die Förderung des BMEL ist ein Beitrag zu der "Intnational Wheat Initiative". Dieser internationale Forschungsverband war im Jahr 2011 unter Beteilgung Deutschlands gegründet worden. Durch dessen Arbeit sollen auch hohe Preisausschläge an den Märkte für Agrarohstoffe besser kontrolliert werden können. (jst)
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