EU-Agrarrat

Minister beleuchten die Märkte

Auf dem ersten Rat unter litauischer Leitung wird die neue Präsidentschaft zunächst ihr Halbjahresprogramm vorstellen. Am Montagnachmittag befassen sich die Minister mit den Märkten. Die Präsidentschaft will die Folgen des russischen Einfuhrverbotes noch einmal unter die Lupe nehmen.

Wegen der fallenden Preise für Schweinefleisch fordert Dänemark Hilfen für die private Einlagerung. Dänemark wird von etwa zehn weiteren EU-Mitgliedstaaten unterstützt. Die anderen und die EU-Kommission lehnen die Stützmaßnahme für Schweinefleisch dagegen mehr oder weniger ab.

Auch die abgesunkenen Milchpreise sorgen für Zündstoff unter den EU-Mitgliedstaaten. Polen fordert, dass die Strafabgaben der Milcherzeuger storniert werden. Über eine Zwischenfinanzierung der EU-Mitgliedstaaten soll eine Ratenzahlung der Superabgabe ermöglicht werden.

Italien will unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ die Lage auf dem EU-Zuckermarkt ansprechen. In einem Vorbereitungspapier macht Italien auf die drastisch gefallenen Zuckerpreise aufmerksam. Da 2017 die Zuckerquoten fallen, erwartet Italien einen weiteren Preisrückgang in der EU und regt Ausgleichsmaßnahmen an. (Mö)
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