EU-Agrarrat

Minister debattieren Russlandembargo

Polen wünscht Exporterstattungen für Milchprodukte, um den in Russland verlorenen Absatz leichter ersetzen zu können. Außerdem sollen nach den polnischen Vorstellungen Strafabgaben für die Milcherzeuger ausgesetzt werden, um die Landwirte nicht im falschen Moment unnötig zu belasten. Beide Forderungen haben aber kaum Aussicht auf eine Mehrheit im EU-Agrarrat. 

Allerdings dürften das Russlandembargo und insbesondere Kompensationen für finnische und baltische Landwirte dennoch für Gesprächsstoff unter den EU-Agrarministern sorgen, wenn sie am Montag in Luxemburg zusammenkommen.

Weiterhin will die EU-Kommission über den Stand der WTO-Verhandlungen und über  die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest berichten. Schließlich sollen sich die Minister in einer Tischumfrage über GAP-Reform und ihre Wirkungen auf  Wachstum und neue Arbeitsplätze äußern. In Brüssel heißt das „Strategie 2020“, dem alle Politikbereiche dienen sollen. (Mö) 
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