EU-Agrarrat

Minister debattieren über GAP-Reform

Nachdem die EU-Kommission im Internet Verbände und Öffentlichkeit zur GAP befragt, sind nun die EU-Agrarminister dran. Einig sind sich die EU-Mitgliedstaaten, dass die Agrarpolitik vereinfacht werden muss und dass für die Zeit nach 2020 ausreichende Haushaltsmittel in der EU zur Verfügung stehen müssen. Darüber hinaus setzen die EU-Mitgliedstaaten unterschiedliche Akzente. Deutschland sprach im Sonderausschuss für Landwirtschaft die Bedeutung von Innovation und Tierschutz an. Frankreich forderte bessere Absicherungen gegen Krisen in der GAP. Die osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten wollen eine Angleichung der Direktzahlungen in der EU. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges" will die EU-Kommission die Minister über die Internetplattform für den Tierschutz informieren. Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten bemängeln verwaltungstechnische Brüden für gekoppelte Direktzahlungen. Ungarn und die Slowakei beklagen einen Qualitätsunterschied der gleichen Markenprodukte in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten. Polen will auf die Not seiner Apfelerzeuger aufmerksam machen. (Mö)
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