EU-Agrarrat

Minister fordern EU-Mittel


Die meisten EU-Mitgliedstaaten fordern zusätzliche Mittel aus dem EU-Agrarhaushalt, um ein weiteres Hilfspaket für die Milcherzeuger auf den Weg zu bringen. Die EU-Kommission sieht bisher keinen budgetären Spielraum und vertröstet die Minister auf den Rat im Juni. Dennoch wollen die EU-Mitgliedstaaten auf dem Ministerrat am kommenden Dienstag in Brüssel ihre Forderungen zur Krisenbekämpfung deutlich machen. Um den Druck zu erhöhen, setzten sie die „Situation auf dem Markt und Stützungsmaßnahmen“ immer wieder auf die Tagesordnung. Weiterhin werden die Minister zusammen mit EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete die Auswirkungen des Klimaabkommens für die Landwirtschaft besprechen. Die EU-Kommission wird die Minister über ihren Fahrplan zur Vereinfachung der GAP unterrichten. Schließlich soll eine Plattform für den Tierschutz auf den Weg gebracht werden. Sie dient dem Austausch von Informationen. Neue Tierschutzauflagen sind nicht geplant. Unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ wird Polen die geforderte Reduzierung von Ammoniakemissionen ansprechen. Österreich thematisiert die TTIP-Verhandlungen. Zudem soll über die Frostschäden in Österreich und in anderen EU-Mitgliedstaaten gesprochen werden. (Mö)
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