Deutscher Bauerntag

Minister stärkt Bauern den Rücken


Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (links) sprach sich gegen neue Gesetze und zusätzliche Kontrollen aus. Sein Gegenüber Bauernpräsident Rukwied hörte die Botschaft gern.
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Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (links) sprach sich gegen neue Gesetze und zusätzliche Kontrollen aus. Sein Gegenüber Bauernpräsident Rukwied hörte die Botschaft gern.

In einer überzeugenden Rede stellt sich Bundeslandwirtschaftsminister Chrisitan Schmidt (CSU) heute beim Deutschen Bauerntag in Erfurt hinter die Landwirte. Zuvorderst hebt Schmidt die zentrale Rolle der Landwirtschaft heraus. „Dennoch müssen Sie ihre Belange heute anders darstellen als noch vor einigen Jahren", sagte Schmidt.  „Wer Tierwohlsekt wolle könne nicht mit Selters bezahlen," spielte er auf die hohen Anforderungen der Gesellschaft an die Tierhaltung auf der einen Seite und billigen Lebensmittelpreisen auf der anderen Seite an.

Schmidt möchte nicht mit Gesetzen und Kontrollen in die landwirtschaftliche Produktion eingreifen, sondern den gesellschaftlichen Prozess fördern. Die Initiative Tierwohl ist für ihn ein gelungenes Beispiel, was man mit Freiwilligkeit und Cleverness erreichen könne. Aktuell kommentierte Schmidt die Verlängerung der Sanktionen von Agrarerzeugnissen aus der EU und den USA, die Russland in dieser Woche für ein weiteres Jahr ankündigte. Zuvor hatte die EU ihre Strafmaßnahmen gegen Russland bis Ende Januar 2016 verlängert. Davon betroffen ist besonders die Landwirtschaft.

Die aktuelle Milchkrise sei auch eine Folge des russischen Embargos von 2014.  Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass die Beteiligten wieder an den Verhandlungstisch zurückkommen. Deshalb will er auf den Tag X, wenn Exporte von Milch, Obst oder Fleisch nach Russland wieder möglich sind, vorbereitet sein. Weiterhin würden die  Zertifizierungen für diese Produkte beantragt und aktualisiert. Nach wie vor schwierig gestalten sich auch die Lieferungen von deutschen Agrarerzeugnissen nach China. Obwohl gerade Milcherzeugnisse und Babynahrung aus Deutschland bei der  chinesischen Bevölkerung sehr beliebt sind. Beherrsche immer noch Protektionismus gegenüber ausländischen Importen das Verhalten der Regierung. (da)
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