EU-Agrarministerrat

Minister verteidigen Budget

Im EU-Agrarrat debattierten die Minister über die Zukunft der GAP. Um die Gedanken möglichst frei schweifen lassen zu können, fand die Diskussion währen des Mittagessens im kleinen Kreise ohne die Delegationen statt. Fast alle Minister sprachen sich für eine strake GAP nach 2020 aus. Eine starke Agrarpolitik brauche der sowohl der Sektor als auch die EU für ihren Zusammenhalt.

Der EU-Agrarhaushalt müsse deshalb entsprechend ausgestattet werden. Zudem betonten die meisten Minister die Bedeutung der ländlichen Förderprogramme. Die 2. Säule der GAP sei besonders zielorientiert und überzeugend für den Steuerzahler und müsse deshalb erhalten bleiben. Umstrittener sind die Direktzahlungen. Die Niederländer bemängelten, die Zielausrichtung der Direktzahlungen sei nicht klar genug. Zahlreiche osteuropäische Länder beklagen eine immer noch ungleiche Verteilung der Direktzahlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Frankreich und andere forderten eine dritte Säule. Darin sollten Instrumente zur Preisabsicherung angeboten werden. Auch die EU-Agrarratsvorsitzende Grabriela Matecna betonte, Krisen sollen zukünftig in ihrer Entstehung angegangen werden und wies auf notwendige Preissicherungsinstrumente hin. Von der EU-Kommission wird im kommenden Jahr ein Optionenpapier erwartet, das die Debatte um die Zukunft der GAP weiter bringt. (Mö)  
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