EU-Agrarrat

Minister warten ab


Einige EU-Mitgliedstaaten setzen das Thema „Marktlage" jedes Mal wieder auf die Tagesordnung, erklärte der niederländische Landwirtschaftsminister Martijn van Dam und schraubte damit mögliche Erwartungen an den Agrarrat herunter. Die EU-Kommission werde lediglich ihren Bericht erstatten, führte van Dam aus. Auch der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter weckte keine Hoffnungen auf weitere Maßnahmen aus Brüssel. Landwirte müssten sich mehr und mehr mit den Gesetzen auf dem Markt auseinandersetzen, hielt Rupprechter vor dem EU-Agrarrat fest. Überschüsse drückten die Preise.

Zum Glück würden für Heumilch und für Ökomilch mehr gezahlt, was für die Milcherzeuger eine Chance bedeute. Rupprechter forderte die Molkereien auf, sich auf europäischer Ebene auf eine Mengenreduzierung zu verständigen. Anreize aus dem EU-Haushalt zur Verminderung des Milchangebots weist die EU-Kommission wegen fehlender Mittel von sich. Erst auf dem nächsten Treffen im Juni wollen die Minister mit der EU-Kommission über eine mögliches weiteres Hilfspaket debattieren. (Mö)  
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