Rund 42.000 ha haben rheinland-pfälzische Bauern als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) gemeldet. Das geht aus einer Zwischenbilanz des Agrarministeriums Rheinland-Pfalz hervor. Deutliche Schwerpunkte liegen mit 23.000 ha bei Zwischenfrüchten und mit 4.000 ha bei Leguminosen. Mit diesen Flächen wird die Humusanreicherung im Boden unterstützt und die Eiweißversorgung der Betriebe verbessert. Zudem wurden auf 14.000 ha Brachen angelegt, um die Artenvielfalt zu unterstützen.

„Mit den ökologischen Vorrangflächen leisten die Landwirte einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und dem Schutz unserer natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Luft und Klima“, zieht Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken eine erste Zwischenbilanz.

Feld-, Waldrand-, Gewässerrandstreifen und Landschaftselemente wurden mit insgesamt 844 Hektar eher zurückhaltend als ÖVF genutzt. Dies liege nicht zuletzt an den sehr komplexen Regelungen der EU. Höfken machte deutlich, dass sie hier dringend Vereinfachungsbedarf sehe. „Wir stehen erst am Anfang und müssen die Reform fortentwickeln“, sagt die Ministerin.

Landwirte haben verschiedene Möglichkeiten, um die neuen Greening-Anforderungen betriebsindividuell umzusetzen. Anrechnungsfaktoren sollen dabei die unterschiedliche ökologische Wirkung bewerten. Eine ökologisch besonders wertvolle Hecke wird zum Beispiel mit der doppelten Fläche anerkannt, der Anbau von Leguminose mit einem Flächenanteil von 70 Prozent. Daraus ergibt sich eine rechnerische Gesamtfläche von rund 25.000 ha ÖVF in Rheinland-Pfalz. Diese Zahl wird offiziell als Vorrangflächen angerechnet. (atm)
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