Im vorigen Jahr ist die Mitgliederzahl des Naturschutzverbands um 5 Prozent gewachsen. Nun zählt BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in der Jahresbilanz mehr als 500.000 Mitglieder. Die Spendenbereitschaft für BUND-Themen ist groß: Die Einnahmen stiegen sogar um 8 Prozent auf mehr als 19 Mio. € im Jahr 2013.

Weiger sieht mit diesem breiten Rückhalt in der Bevölkerung die politische Schlagkraft wachsen. Aber er setzt auch darauf, dass die Mitglieder ihr Konsumverhalten ändern: „2013 haben wir gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung hunderttausende Leser mit einem Fleischatlas über neue Daten und Fakten zu den globalen Problemen der Massentierhaltung informiert. Das Bewusstsein für einen verantwortungsvolleren Fleischkonsum konnte so verstärkt werden.“

Das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP gefährdet nach Weigers Ansicht bereits erreichte Standards im Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz. Deshalb unterstütze sein Verband die Europäische Bürgerinitiative gegen das TTIP.

„Unter dem Deckmantel von Wirtschaftswachstum drohen demokratische Rechte sowie Umwelt- und Verbraucherstandards ausgehöhlt zu werden. So könnten Investitionsschutzklauseln Konzerne dazu verleiten, vor Schiedsgerichten Ansprüche auf das risikobehaftete Fracking einzuklagen“, warnte Weiger. „Fracking darf nicht durch die Hintertür des TTIP kommen. Wirtschaftsminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks müssen für ein konsequentes Frackingverbot sorgen“, forderte der BUND-Vorsitzende. (brs)
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