Die Milcherzeuger hätten ihr Angebot im Januar um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgedehnt, beklagt EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Im EU-Agrarrat in Luxemburg verkündete er, dass Milcherzeuger ab sofort über ihre Organisationen die Ablieferungsmenge absprechen dürfen, ohne mit dem Kartellrecht in Konflikt zu geraten. Die EU-Mitgliedstaten hätten dazu die Möglichkeit, finanzielle Anreize aus den nationalen Haushalten für die Verminderung der Milcherzeugung zu gewähren. Kredite und andere Zuwendungen an Landwirte, die zur Erhöhung der Produktion führen, seien dagegen in der Krise kontraproduktiv. Hogan stellte klar, dass auch weitere Liquiditätshilfen zumindest an ein Einfrieren der Erzeugung gebunden seien müssten. Mittel aus dem EU-Agrarhaushalt für ein zweites Krisenpaket seinen aber nicht vorhanden. Dennoch forderte rund die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten in der Aussprache im Rat weiteres Geld aus dem EU-Budget. (Mö)
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