Rund 67 Prozent der Mitglieder im bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage als „gut“. Knapp 60 Prozent der Unternehmen konnten ihre Umsätze im ersten Halbjahr steigern. Für das restliche Jahr erwarten 45 Prozent der Verbundgruppen steigende Umsätze. 40 Prozent der Unternehmen wollen in 2016 außerdem ihre Investitionen steigern. Das sind die Ergebnisse der diesjährigen Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbundes.

An der Umfrage nahmen 58 Verbundgruppenzentralen aus 17 Branchen teil. Der Mittelstandsverbund vertritt insgesamt 230.000 mittelständische Unternehmen, von denen 83 Prozent familiengeführt sind. Aus dem Nahrungsmittel- und Agrarbereich beteiligten sich unter anderem die Bäckereigenossenschaften BÄKO und BackEurope, die Fleischereigenossenschaft Zentrag, die Kooperationsgesellschaft Brauring, die AFMO-Molkereien, der Gartentechnik-Anbieter Sümo und die Landmaschinen-Händlergemeinschaft HLT.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Mittelstand erneut als stabile Säule der Wirtschaft erweist“, erklärt Günter Althaus, Präsident des Verbundes. „Wir leben in unsicheren Zeiten. Die Entscheidung der Briten über den EU-Austritt und die jüngsten Entwicklungen in der Türkei haben auch unmittelbar Einfluss auf den Wirtschaftsstandort Deutschland“, mahnt Althaus. Er betonte außerdem, dass die Politik vor allem Familienunternehmen fördern solle.

Trotz der Bedenken über die aktuelle Lage zeichnet sich ein positiver Trend ab: Vor einem Jahr schätzten nur 55 Prozent der Unternehmen ihre Lage „gut“ ein. Allerdings konnten im ersten Halbjahr 2015 nur 50 Prozent der Unternehmen ihre Umsätze steigern, dafür waren aber 54 Prozent optimistisch, im Laufe des Jahres noch zulegen zu können. Die Investitionsbereitschaft ist aber ungefähr gleich geblieben. (lm)
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