Sojaimporte

Moratorium in Brasilien gilt dauerhaft


Das sogenannte Soja-Moratorium zum Schutz der Regenwälder in Brasilien wurde erstmalig im Jahr 2006 vereinbart, teilt der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (Ovid) mit. Es untersagt den Handel, die Finanzierung und den Erwerb von Soja, welches aus nach 2008 gerodeten Regenwäldern stammt. Auch Soja aus Indianerschutzgebieten sowie Formen der modernen Sklaverei seien danach tabu, heißt es in der Mitteilung. 

Nachdem diese Vereinbarung in den zurückliegenden Jahren immer wieder befristet verlängert wurde, sei sie nun auf Dauer abgeschlossen worden. Am 9. Mai 2016 sei es in Brasilien von der Pflanzenölindustrie , Getreideexporteuren, dem brasilianischen Umweltministerium sowie Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie Greenpeace oder dem WWF unterzeichnet worden.

"Endlich ist die Hängepartie beendet", sagte dazu Ovid-Präsident Wilhelm F. Thywissen. Damit sei und bleibe Soja aus Brasilien nachhaltig. Bereits seit zehn Jahren beweise das Moratorium, dass Sojaanbau und Schutz des Regenwaldes Hand in Hand gehen könnten, so Thywissen. 

Nach Angaben des Verbandes importierte Deutschland im Jahr 2015 aus Brasilien etwa 1,3 Mio. t Sojabohnen sowie 1,6 Mio. t Sojaschrot. Insgesamt hätten die Brasilianer im vergangenen Jahr etwa 98 Mio. t Soja geerntet. Mit gut 40 Mio. t sei der größte Teil davon nach China geliefert worden. (jst)
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