Lebensmittelqualität

Mühlen wollen Mindeshaltbarkeitsdatum

Dr. Peter Haarbeck
-- , Foto: jst
Dr. Peter Haarbeck

"Das MHD ist eine gute Angabe", sagte VDM-Geschäftsführer Dr. Peter Haarbeck heute in Berlin. Anlässlich des Jahrespressegesprächs des Verbandes betonte er, dass die in der Diskussion stehende Abschaffung des MHD zumindest im Fall der Mehl- und Backwarenprodukte weder zielführend noch sachgerecht sei. Mehl und insbesondere Vollkornmehle seien nicht unbegrenzt haltbar. Gleichzeitig gehören sie nicht zu Produkten, die in nennenswerter Größenordnung in Haushalten gelagert würden.

Lediglich fünf Prozent der von Mühlen hergestellten Getreidemahlerzeugnisse würden in Kleinpackungen an den Einzelhandel geliefert. Das MHD schaffe auch Rechtssicherheit für Verkäufer und Käufer, betonte Haarbeck. Ohne diese Angabe sähe er die Verbraucher gegenüber den Lebensmittelunternehmen deutlich schlechter gestellt. Ein erwogener Wechsel von der Angabe des MHD zu einem Herstellungsdatum schaffe nach Meinung des VDM nur Irritationen.

Daher plädiere der VDM für die Beibehaltung des MHD. Zusätzlich sei es sinnvoll, das Wissen  der Verbraucher über den Umgang mit Lebensmitteln und deren Lagerung weiter zu verbessern. In diesem Zusammenhang weist der VDM darauf hin, dass ab dem heutigen Tag eine interaktive Website des VDM zur Information der Verbraucher und Branchenteilnehmer freigeschaltet worden sei. (jst)  
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