Klima

NGO hilft Bauern bei Klage gegen RWE

Kurz vor der Weltklimakonferenz in Paris erregt ein peruanischer Landwirt Aufmerksamkeit. Er hat nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an diesem Dienstag beim Landgericht Essen Klage eingereicht. Darin wird RWE als größter einzelner europäischer Kohlendioxidemittent mit dafür verantwortlich gemacht, dass das Eigentum des Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya sowie ein großer Teil seiner Heimatstadt Huaraz gefährdet seien.

Die Argumentation: Wegen des Klimawandels würden die Andengletscher schmelzen, mit der Folge, dass eine Lagune oberhalb von Huarez zu bersten drohe und eine meterhohe Flutwelle die Region zerstören könne. Die peruanische Katastrophenschutzbehörde schätze dieses Risiko als „hoch“ ein. RWE solle sich daher an der Finanzierung von Schutzmaßnahmen beteiligen.

RWE sieht laut Germanwatch, die die Klage begleiten, keine Rechtsgrundlage für einen Anspruch und damit auch keine Verantwortung. Der Konzern habe die Forderungen Ende April schriftlich zurückgewiesen und allgemein auf die eigenen Klimaschutzziele hingewiesen.

Es sei kein Zufall, dass die Klage eine Woche vor dem Beginn des Klimagipfels in Paris eingereicht werde, schreibt die FAZ weiter. So solle der öffentliche und politische Druck auf RWE wachsen. (mrs)
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