Geflügelpest

NRW fordert Aufstallung in Risikogebieten

Ab morgen gilt in Nordrhein-Westfalen die Stallpflicht für Hausgeflügelbestände, die sich in Risikogebieten befinden. Die Festlegung der Gebiete erfolgt aufgrund einer Risikoanalyse nach bundeseinheitlichen Beurteilungskriterien, teilt das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf mit. Zu Risikogebieten zählen beispielsweise Sammelplätze von durchziehenden Wildvögeln sowie Rast- und Ruheplätze an oder in der Nähe von Seen, Flüssen und Feuchtbiotopen. Die genauen Grenzen der Risikogebiete legen die Kreise und kreisfreien Städte per Allgemeinverfügung fest, die auf der jeweiligen Homepage veröffentlicht wird.

Jäger als mögliches Glied der Infektionskette ausschließen

Um das Risiko einer Übertragung des Geflügelpest-Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügel zu minimieren, erteilt Landwirtschaftsminister Till Backhaus in Mecklenburg-Vorpommern ein vorübergehendes Jagdverbot für dem Jagdrecht unterliegende Wildvögel. „Mir ist bewusst, dass diese einschneidende Regelung nicht bei jedem Jäger oder Landwirt auf Gegenliebe stoßen wird. Ich halte sie im Sinne eines ganzheitlichen Vorgehens gegen die weitere Ausbreitung des Geflügelpest-Virus aber für eine ganz zentrale und notwendige Maßnahme“, erklärte Backhaus. Ziel sei, nicht auszuschließende Infektionskette zwischen möglicherweise erkrankter Wildvögeln und Hausgeflügel über den Jäger als Verbindungsglied zu unterbrechen, betonte der Minister. (SB)
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