Johannes Remmel (Bündnis90/Die Grünen), Agrarminister in Nordrhein-Westfalen, möchte den Medikamenteneinsatz auch in der Putenmast reduzieren. Dazu reicht dem Minister die derzeit in Deutschland gültige freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen nicht aus. "Wir brauchen endlich verbindliche Mindeststandards für die Putenhaltung, die auch kontrolliert und eingefordert werden können“, betonte der Minister.

Nun will er eine Bundesratsinitiative zur Sitzung am 6. Februar in Berlin einreichen. Darin fordert er, die Tierschutz- Nutztierhaltungs-Verordnung um rechtsverbindliche Regelungen zur Putenhaltung zu ergänzen. Dies sei bereits für Hühner und Schweine der Fall. Remmel bekommt Rückenwind für seinen vorstoß von den nordrheinwestfälischen Landwirtschafts- und Tierschutzverbänden. „Wir benötigen die Expertise auch aus der Praxis und werden deshalb Ende Januar ein Dialogverfahren zu unserer Bundesratsinitiative starten“, kündigte Remmel vor Kurzem in Berlin an.

Insgesam hat das Ministerium in NRW einen Forderungskatalog mit 16 Maßnahmen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen in der Putenmast- und aufzucht vorgestellt. (da)
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