NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel macht sich zum Start der Öko-Aktionstage für die ökologische Landwirtschaft stark. Im jetzt in Brüssel eingereichten „NRW-Programm zur Entwicklung ländlicher Räume“ plant die Landesregierung, die Prämien für Öko-Betriebe deutlich zu erhöhen. „Bei den wichtigsten Feldkulturen und Grünland sollen die neuen Prämien um 20 Prozent bis 45 Prozent höher als bisher liegen“, kündigt Remmel an. „Zudem unterstützen wir den Ökolandbau auch in der Ausbildung, Beratung, Forschung und in der Vermarktung. Allein die Bewirtschaftung der Öko-Flächen werden wir in diesem Jahr mit gut elf Millionen Euro fördern“, so der Minister. Umstellungsrisiken und Einkommensnachteile durch die Umstellung will Remmel dadurch abfedern.

Bundesweit kauften Verbraucherinnen und Verbraucher im letzten Jahr für etwa 7,6 Mrd. € Bio-Produkte. Rund 20 Prozent davon wurden in NRW umgesetzt. Dabei kommen immer mehr Bio-Produkte nicht von heimischen Äckern, sondern werden importiert. Im Jahr 2013 traf dies in Deutschland beispielsweise auf 87 Prozent der Bio-Tomaten zu, auf 43 Prozent der Bio-Äpfel und auf 41 Prozent der Bio-Möhren. Auch Nordrhein-Westfalen kann die hohe Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln nicht aus eigenem Anbau bedienen.

Über den Ökolandbau in NRW informieren ab Sonntag auch die 14-tägigen Aktionstage Ökolandbau NRW . Bis zum 14. September gibt es in diesem Zusammenhang über 300 Hoffeste, Verkostungs- und Verkaufsaktionen sowie Informations- und Schaukoch-Veranstaltungen. Initiatoren der Aktionstage Ökolandbau NRW sind die ökologischen Anbauverbände Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland, die Landwirtschaftskammer NRW und das NRW-Landwirtschaftsministerium. (brs)
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