EU-Agrarrat

Nachhaltige Agrarpolitik im Blick

Die Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 ist eines der Themen, das die Agrarminister bei ihrem Ratstreffen am kommenden Montag in Luxemburg beschäftigen wird. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen, inwieweit die derzeitige Agrarpolitik dazu beiträgt, die nachhaltigen Entwicklungsziele im Bereich Landwirtschaft umzusetzen. Außerdem werden die Ressortchefs darüber beraten, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und den beteiligten EU-Institutionen verbessert werden kann, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Im September 2015 haben sich die Vereinten Nationen auf 17 weltweite Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 verständigt. Kernziele sind unter anderem die Überwindung von Armut und Ungleichheit, Ernährungssicherheit sowie ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Überblick über aktuelle Marktentwicklung

Einige Entwicklungsziele betreffen direkt die Landwirtschaft: So hebt ein Ziel konkret auf die Beseitigung von Hunger und das Vorantreiben einer nachhaltigen Agrarwirtschaft ab, ein weiteres betrifft die Halbierung der Nahrungsmittelverschwendung oder ein nachhaltiges Wassermanagement. Die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele spielt auch in der Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 eine Rolle.

Darüber hinaus werden die Agrarminister sich auf den neuesten Stand in Sachen Fipronil bringen. Außerdem gibt die Kommission einen Überblick über die Marktentwicklung, unter anderem bei Fleisch, Milch und Getreide. Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie die Mercosur-Verhandlungen finden sich ebenfalls auf der Tagesordnung. (pio)
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