Der Bericht, der auch als Grundlage für die Ausgestaltung der Förderprogramme in der neuen Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dienen soll, wurde vom Ökosozialen Forum veröffentlicht.

Franz Sinabell, wissenschaftlicher Leiter der Studie, wies auf die Notwendigkeit moderner Techniken und die hohe Innovationsbereitschaft der österreichischen Landwirtschaft hin: "Eine nachhaltige und umweltfreundliche Entwicklung wird nicht durch die Abkehr von technologischen Entwicklungen und die Rückkehr zu veralteten Praktiken erreicht“, sagte er bei der Vorstellung der Studie.

Ohne moderne Pflanzenschutzmittel wären die Hektarerträge im Schnitt um rund 30 Prozent geringer. Als positives Beispiel nannte er Rübenbauern, die trotz Reduzierung der Düngermengen die Erträge deutlich verbessern konnten.

Wie aus der Studie hervorgeht, verursacht die österreichische Landwirtschaft im internationalen Vergleich besonders wenige Treibhausgase. Der österreichische CO2-Ausstoß lieg um rund 30 Prozent unter dem EU-Schnitt.

Ein weiterer Nachhaltigkeits-Indikator sei die Biodiversität. Der Anteil von Dauergrünland an der landwirtschaftlich genutzten Fläche liege in Österreich bei rund 50 Prozent, während der EU-Schnitt nur bei knapp 34 Prozent liege und Ungarn gar nur einen Wert von 15 Prozent erreiche, wie der Marktinformationsdienst AIZ schreibt. (hed)
stats