Für Grünlandbetriebe, die erheblichen Mäuseschaden nachweisen, hat die niederländische Regierung Lockerungen für den Grünlandschutz ausgehandelt. So gibt es Erleichterungen für Betriebe, die in diesem Jahr mehr als 25 Prozent Einbußen beim Grasertrag belegen können. Sie dürfen, anders als in der Nitratrichtlinie vorgesehen, ihren Wirtschaftsdünger im Herbst zwei Wochen länger ausbringen. Außerdem dürfen Grünlandbetriebe ausnahmsweise einen größeren Teil der Betriebsfläche mit Ackerkulturen bestellen. Auch darf die Pflicht zur Wiederansaat von Grünland, wie sie nach einem zu umfangreichen Umbruch von Dauergrünland vorgeschrieben ist, großzügiger ausgelegt werden. Zudem sind angepasste Kreditkonditionen für besonders stark betroffene Betriebe möglich. Nun muss die niederländische Regierung diese Möglichkeiten, die die Kommission eröffnet hat, noch in geeigneten Regelungen umsetzen. (brs)
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