Fipronil

Nachspiel im Europaparlament

„Angst und Misstrauen dürften nicht unnötig verbreitet werden", betonte der Kommissar in der Debatte über den Betrug mit Fipronil. Die Auswertung der Betrugsfälle müsse faktenbasiert bleiben. Dazu gehöre, dass lediglich in drei Betrieben die Grenzwerte überschritten wurden und die Gesundheitsrisiken für den Verbraucher gering seien. Andriukaitis will mit den EU-Mitgliedstaaten am 26. September darüber debattieren, wie das Frühwarnsystem der EU technisch verbessert werden kann.

„Das System kann nicht funktionieren, wenn es nicht angemessen genutzt wird", gab der EU-Verbraucherkommissar zu bedenken. Vor allem Europaabgeordnete der Grünen und Linken kritisierten eine industrialisierte Landwirtschaft. "Eine industrialisierte Landwirtschaft ist anfälliger für Betrugsfälle", meinte Martin Häusling von den Grünen. Auch er beklagte, dass Belgien und die Niederlande zu spät Alarm geschlagen hätten. Die belgischen Behörden wurden am 2. Juni über Fipronilfunde informiert und hätten die anderen EU-Mitgliedstaaten erst am 20. Juli gewarnt, erklärte Häusling. (Mö)  
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