Mit einer Woche Verspätung kommt die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag zur Reform der Zulassungen von GVO. Brüsseler Agrarverbände haben bereits ihre Ablehnung deutlich gemacht. Aber in der Sitzung der Kabinettschefs der EU-Kommissare am Montag herrschte weitgehende Einigkeit. Danach schlägt die EU-Kommission eine „opt out“ Möglichkeit für die EU-Mitgliedstaaten vor. Diese könnten damit nicht nur den Anbau von GVO auf ihrem Gebiet verbieten, sondern auch den Import, den Handel und die Verwendung von GV-Lebens- und Futtermitteln. Die Verbände warnen vor Störungen auf dem EU-Binnenmarkt. Die EU-Kommission ist dagegen mit den heutigen Verfahren unzufrieden. Danach werden bisher in den Abstimmungen in Brüssel alle GVO ohne Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten zugelassen. Neben ihrem Vorschlag zur Reform der Zulassungsverordnung für GVO 1829/2003 am Mittwoch will die EU-Kommission in den nächsten Tagen auch ausstehende Verfahren für 17 verschiedene GVO abschließen. Im Sinne der Brüsseler Agrarverbände gibt die EU-Kommission dann endlich grünes Licht für verschiedene GV-Mais- und GV-Sojasorten, auf die Futtermittelimporteure schon länger warten. (Mö) 
stats