Fördergelder

Naturschützer pochen auf faire Bezahlung

Der Verlust von Biodiversität in Europa bezeichnet der SRU heute in einer aktuellen Stellungnahme als dramatisch. Für einen wirksamen Naturschutz, der den Zustand wild lebender Tier- und Pflanzenarten verbessern könnte, fehlt jedoch das Geld. Bislang werde Naturschutz in der EU überwiegend aus Mitteln der Gemeinsamen Agrarpolitik finanziert, ein festes Budget gibt es nicht. Die Gelder reichen noch nicht einmal aus, um die bestehenden gesetzlichen Verpflichtungen umzusetzen, lautet das Fazit des SRU.

Der stellvertretende Vorsitzende des SRU, Prof. Dr. Manfred Niekisch, verlangt deshalb einen eigenständigen EU-Naturschutzfonds. Naturschutzbehörden sollen die Gelder verwalten. Die Gelder für die bedarfsorientierte Ausstattung eines solchen EU-Naturschutzfonds sollten aus den Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP) stammen. „In der nächsten Förderperiode ab 2021 sollte endlich der Leitsatz "Öffentliche Gelder für öffentliche Güter" umgesetzt werden“, bringt Niekisch es in der Stellungnahme des SRU auf den Punkt. (da)
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