Umweltgutachten

Netto-Null-Ziel für Flächenverbrauch


Auf 69 ha pro Tag beläuft sich nach Aussage des SRU der Flächenverbrauch in Deutschland. Im Rahmen eines Fachgesprächs im Ausschuss des Bundestages für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erläuterten Vertreter des SRU den Ausschussmitgliedern ihre Einschätzungen der künftigen Entwicklung. Darin erörterte SRU-Vorsitzender Martin Faulstich, dass es unterschiedliche Problemlagen innerhalb des Landes gebe.

Überproportionale Zunahme in Niedersachsen

So würde sich der Flächenverbrauch in Ballungszentren in Grenzen halten. Grund dafür seien die hohen Bodenpreise. Dort würden "intelligente Konzepte" für das Wohnen benötigt, wodurch auch der Flächenverbrauch gering sei. Aber besonders in Regionen mit einem starken demografischen Wandel und geringer Grundstückspreise nehme der Flächenverbrauch überproportional zu. Dies gelte beispielsweise für Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens.

Insgesamt sind die Sachverständigen des SRU davon überzeugt, dass das Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 ha pro Tag zu reduzieren verfehlt werde. Faulstich plädierte weiter dafür, langfristig ein "Netto-Null-Ziel" anzustreben. (jst)
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